Für die Jünger Jesu, aber auch für seine Mutter Maria, sei der Karfreitag deshalb die schwerste und dunkelste Stunde ihres Lebens gewesen, weil sie den Sinn des Leidens und Sterbens Jesu in dieser Stunde nicht begreifen konnten. Heute sei das Kreuz Jesu für viele Menschen ein großer Trost, wenn sie selbst schweres Leid erdulden müssen, führte Pfarrer Poschenrieder weiter aus und rief alle Christinnen und Christen auch dazu auf, nicht nur das eigene Kreuz zu tragen, sondern das Leid anderer mitzutragen und ihnen beizustehen.
Die tiefgehende Botschaft des Karfreitags wurde durch den Lamberti-Chor unter der Leitung von Gundi Leichtfried besonders einfühlsam und ausdrucksstark musikalisch zum Ausdruck gebracht.
Im Anschluss an die Liturgie in der Kirche wurde das Allerheiligste in das Hl. Grab übertragen, wo die ganze Nacht die Gelegenheit bestand, das österliche Geheimnis, dass aus Leid und Tod neues Leben entsteht, betend zu meditieren.