Mit der Segnung des Osterfeuers vor der Stadtpfarrkirche begann die Lichtfeier der Osternacht. An diesem Feuer wurde die Osterkerze als Symbol für Christus, das Licht der Welt, entzündet. Im Schein der Kerzen erklang dann in der Kirche das Exsultet – das große Osterlob – das die Freude über die Auferstehung verkündet. Anschließend wurde in mehreren Schriftlesungen aus dem Alten und Neuen Testament der Weg Gottes mit den Menschen in Erinnerung gerufen, der seinen Höhepunkt in der Auferstehung Christi findet.
Einen besonderen Stellenwert nimmt in der Osternachtliturgie die Tauferneuerung ein, bei der sich die Gläubigen wieder bewusst zu ihrem Glauben bekennen und ihr Vertrauen auf Christus bekräftigen. Den Abschluss des feierlichen Gottesdienstes bildete die Prozession zur Mariensäule, wo den Mitfeiernden der eucharistische Segen gespendet wurde.
Das Hochamt am Abend des Ostersonntages wurde in festlicher Weise mit Chor und Orchester mit der Krönungsmesse von Mozart und Ausschnitten aus dem Messias von Händel musikalisch gestaltet. Chorleiter Thomas Schnabel brachte das musikalische Talent der Sänger/innen und Musiker/innen auf eindrucksvolle Weise zur Geltung und machte damit die Freude der Osterbotschaft auf besondere Weise spürbar.
Pfarrer Christian Poschenrieder hob in seiner Predigt das liebende Herz von Maria Magdalena hervor, dem es als erstes geschenkt wurde, dem Auferstandenen zu begegnen. „Ostern beseitigt nicht das Leid und den Tod, aber es schenkt einen anderen Blick darauf“, rief er in seiner Predigt in Erinnerung.
Mit dem kraftvollen „Halleluja“ aus Händels „Messias“ fand das Hochamt schließlich einen würdigen Abschluss.